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15. Internationale Warsteiner Montgolfiade 2005
Die dortige Brauerei sponsert nach eigenen Angaben seit über 20 Jahren sowohl Heißluft- als auch Gasballone. Darunter sind auch einige Sonderformen und Heißluftschiffe zu finden. Die wohl nicht mehr ganz aktuelle Liste auf der Homepage des Ballooning-Teams listet ca. 90 Luftfahrzeuge in vielen Ländern Europas auf. Doch damit nicht genug: Bereits zum 15. mal wurde vom 02-11. September 2005 die Warsteiner Internationale Montgolfiade (WIM) abgehalten. Neben einem bunten Kirmes-Rahmenprogramm gab es natürlich auch Ballone zu sehen. Von Freitag bis Mittwoch Vormittag wurden bereits über 1.100 Starts gezählt. Da ich mal was anders als Flugzeuge fotografieren wollte (ok, natürlich kommt mir auch anderes vor die Linse - aber halt nicht auf dieser Internetseite) besuchte ich an zwei Tagen die WIM. Ein paar Bilder von den Nachmittagsstart und dem abendlichen Night Glow möchte ich Euch im folgenden zeigen.
Vorweg noch ein paar Hintergrundinformationen zum Ballonsport:
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fanden die Gebrüder Montgolfiere
heraus, dass Rauch (und damit heiße Luft) leichter als die normale Luft sein
muss, da er nach obern steigt. Die praktische Umsetzung erfolgte 4. Juni 1783:
An diesem Tag hob erstmals ein unbemannte Heißluftballon zu seiner ersten Fahrt
ab. Am 21.November waren dann Pilatre de Rosier und Marquis D'Arlandes die
ersten Menschen, die das Luftmeer befuhren.
Fast zeitgleich startete ebenfalls in Paris auch der erste Gasballon: Am 27. August 1783 hob die "Charlière" das erste mal auf dem Marsfeld in Paris ab und landete nach ca. 45min in der Nähe des heutigen Flughafens Charles de Gaulle. 10 Tage nach der ersten bemannten Fahrt einer Montgolfiere stiegen die Gebrüder Jacques und Marie-Noel Robert Charles mit ihrem Wasserstoffballon auf eine Höhe von ca. 3km.
Der erste Ballonstart in Deutschland fand übrigens am 3. Oktober 1785 anlässlich der Herbstmesse in Frankfurt statt. Die Fahrt ging von der Bornheimer Heide nach Weilburg an der Lahn. Pilot des Wasserstoffballons war der Franzose Jean-Pierre Blanchard, dessen erste Luftfahrt auf den 2. März 1784 datiert ist.
Im Gegensatz zu Flugzeugen müssen Ballone leichter als Luft sein. Ähnlich wie bei einem Schiff muss die Masse des durch den Ballon verdrängte Luftvolumen größer als die des Eigengewichtes (Korb, Ballonhülle und das in der Hülle enthaltenen Gas nebst Zubehör und Nutzlast) sein, um nach oben steigen zu können.
So, jetzt aber genug geschrieben - hier die Bilder, verteilt auf mehrere Seiten, damit die jeweiligen Ladezeiten nicht allzu lang werden.
D-OSPI:

Aufrüsten vor der Fahrt:

Einblasen von noch kalter Luft in die G-CCOI und D-OMMW (ein privater
Schroeder fire balloons) vor der Fahrt

Die Brenner werden gezündet und die Ballone richten sich auf:



D-OVDS (Schroeder fire balloons G34/24 der "Ballonfahrten van de Sandt",
Kleve) zusammen mit der G-CCOI

SP-BBA:

D-OWBH (Ultramagic M-145 der Blue Planet Ballooning) und D-OBBO, ein
Thunder AX.8-105 SII:

D-OEVN (Lindstrand LBL-105A) und D-OMES (Schroeder fire balloons G)

Ganz neu: D-OWPC

D-OSCA (Schroeder fire balloons G36/24 der BASYS-Ballonsysteme GmbH,
Hannover) mit der Maus vom Stein:

PH-KUS, ein Schroeder fire balloons G 45/24 des Future Fun Ballooning B.V
aus den Niederlanden:

D-OOKS (Schroeder fire balloons G von Karl Schwer, Erbach) und D-OBPP (Thunder
AX.8-105 SII)

D-OVVV, ein Lindstrand LBL-400A?


Wer schon Ballone herstellt, darf natürlich auch für sich werben: Lindstrand
G-FLEW

Noch mit dem älteren rotem Logo des Sponsors: D-OWAX, ein Ultramagic M-65C
von Peter Hausmann aus Wuppertal mit dem doch relativ geringem Volumen von
1.800m³, die meisten Ballone vorher hatten Volumina von ca. 3.000 - 4000m³:

D-OAMS (Schroeder fire balloons) war nach dem Aussenstart schon relativ hoch:

PH-WIJ, ein Cameron Z-133 der Stichting Fasna Ballooning aus Vaassen, NL

250 Jahre Warsteiner - D-OSVO, ein Ultramagic M-105 des
Freiballonsportvereins Münster

Leider kamen nur sehr wenige special shapes vor die Linse, hier z.B. D-OMAY,
ein Schroeder fire balloons SS von Thomas Siebel im Gegenlicht

D-OBMW, wer konnte wohl der Sponsor dieses Schroeder fire balloons von Karl
Schwer sein? ;-)

Wer hat weitere Info zu diesem Ballon? ->
Kontakt

D-ORPP - ein Lindstrand LBL-120A des Brohler Ballonteams

Noch ein Aussenstarter: D-OAXQ ein Schroeder fire balloons G22/24 der
AX-Ballooning

Auf der Montgolfiade fanden auch ein Paraballooning-Wettbewerb statt: Mit dem
Fallschirm aus dem Ballon abspringen und möglichst dicht am Zielkreuz landen


Damit auch andere Brauereien zum Zuge kommen: D-ODUB - ein Lindstrand
LBL-105A

D-OLUG - ein Cameron Z.120

D-OMIK - ein Schroeder fire balloons SS (Special Shape) betrieben vom
Hersteller auch Schweich bei Trier

D-OTIL - ein Cameron O-84 des Bergische Ballonfahrer e. V. in Wehl (ex
D-Johannes)
