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Inhalt Spotterpositionen

EDDF - Frankfurt

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Frankfurt Rhein Main
(letztes Update: April 2009)

Frankfurt / Rhein-Main (EDDF / FRA) ist quasi mein Heimatflughafen, deshalb als erstes eine Karte mit einer kurzen Beschreibung der einzelnen Spotterplätze und Fotopunkte.

Der Flughafen Frankfurt ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen Europas und liegt genau neben dem Frankfurter Kreuz an den Autobahnen A3 und A5. An den Flughafenbahnhöfen halten neben diversen Fernzügen auch die S-Bahn Linien 8 und 9 und weitere Regionalzüge.

Er hat derzeit zwei Start- und Landebahnen in Ost-Westrichtung sowie eine reine Startbahn in Südrichtung. Nördlich der Parallelbahnen befinden sich u.a. (von West nach Ost) die Langzeitabstellplätze, der Fracht- und Wartungsbereich der Lufthansa, die zwei Passagierterminals. Den Abschluss bildet der Regionalteil des Flughafens. Im Süden befindet sich noch (von Ost nach West) die ehemalige Rhein-Main-Airbase der U.S.Airforce, die Cargo City Süd, Hangars der Lufthansa/Condor und der derzeit insolventen Aero Lloyd sowie der General Aviaton-Teil des Flughafens.

Wichtige externe Links:
Homepage des Flughafens
Flugwetterbericht und -vorhersage
Rhein-Main-Verkehrsverbund
Flugplan von Flightstats

Fotopunkt 1) Bedingt geeignet: Besucherterrassen auf den Terminals

Die Besucherterrasse auf dem Terminal Eins ist wg. Umbauarbeiten seit Weihnachten 2005 bis auf weiteres nicht mehr zugänglich. Sie taugen zwar zum Fotografieren wg. Gegenlicht nur wenig, doch Reg-Spotter und andere Besucher haben so wieder interessante Ausblicke. Ob sie nach Abschluss der Bauarbeiten um 2011 wieder zugänglich sein wird, ist weiterhin offen. Im Janura 2008 hat die Fraport eine Pressemitteilung zu den ausstehenden Bauarbeiten am B-Finger des Terminal 1 (wo zuletzt die Besucherterrasse war) veröffentlicht:
Dritte Ebene für Non-Schengen kommt, insgesamt drei A380-Gate, zwei davon schon fertig, Bauarbeiten werden wohl ca. 3 1/2 Jahre (also bis ca. Mitte 2011) dauern.

Die Besucherterrasse des Terminal 2 ist seit dem 03.08.2007 wieder geöffnet. Öffnungszeiten und Eintrittspreise sind über den Flughafen zu erfragen. Mehr dazu auf www.airportcity-frankfurt.de (Externer Link).

Als Alternative für den Familienausflug oder einfach nur zum Kennenlernen des Flughafens sind die Erlebnisrundfahrten. Hierbei gibt es auch rabattierte Ticket für die Einzeltour, so z.B. das Familienticket oder das Profi-Ticket (fünf Fahrten zum Preis von vieren).

Fotopunkt 2) Gut geeignet: Fuß/Radweg parallel zur Autobahn A5


Klick für Sat.-Bild (JavaScript erf.)

Achtung: Neuer Zaun, schlechte Sicht auf am Boden rollende Flugzeuge, mehr später

Von hier aus kann man bei Westwind die landenden Flugzeuge fast berühren. Durch die Brücke kann man auf einem kurzem Stück ohne den störenden Doppelzaun auch weite Teile des Flughafens überblicken. Außer in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden hat man sehr gutes Licht auch auf die zur Südbahn rollenden Flieger auf dem Taxiway parallel zur Autobahn. Bei Ostwind startende Maschinen sind meist schon zu hoch für akzeptable Bilder, lediglich einige Widebodies wie Airbus A340 oder Boeing 747 sind noch ausreichend tief.

Folgt man dem Fußweg weiter Richtung Norden (Flughafen / Frankfurter Kreuz), hat man insbesondere ab Mittag die Möglichkeit für Frontfotos der Flieger mit Endanflug über der Autobahn. Richtung Vorfeld /Bahnsystem ist die Sicht jedoch durch die beidseitig einer Straße  - der Ellis-Road - verlaufenden Zäune behindert. Am frühen Morgen und ab dem späten Nachmittag sollte man sich noch weiter in Richtung "Frankfurter Kreuz" begeben.

Brennweitenempfehlung:
Normal (auf dem Taxiway rollende Maschinen und "Bauchbilder"), ansonsten ab 70mm bei einer digitalen Spiegelreflexkamera.

Anfahrt...

... mit dem PKW
Die A5 Frankfurt-Karlsruhe-Basel an der AS Zeppelinheim verlassen, Richtung Z. fahren, jedoch gleich wieder links in den Wald , am Ende der Straße das Fahrzeug auf dem Parkplatz rechts abstellen und einige Meter zu Fuß Richtung Flughafen gehen. Achtung: Das Hinweisschild auf das "Recreation Area", welches zur US Air Base gehörte, wurde entfernt.

... mit der S-Bahn:
S7 Frankfurt - Groß Gerau - Riedstadt bis Zeppelinheim, den Bahnhof zu Fuß auf der dem Ort abgewandten Seite verlassen und an den Parkplätzen vorbei ca. 5min zu Fuß zum Flughafenzaun

... mit dem Bus:
Linie OF-64 Flughafen Terminal 1 - Dreieich-Offenthal bis zur Haltestelle "Luftbrückendenkmal" , am Luftbrückendenkmal vorbei die Rampe zur Fußgängerbrücke über die Autobahn hinauf

... zu Fuß:
Vom Terminal 2 entlang des Zaunes in gut 20min

Auswirkungen des Flughafenausbaus:
Im Rahmend es Ausbaus des Flughafens durch die neuen Nord-West-Bahn und durch das neue Terminal 3 auf dem Geländer der ehemaligen US-Air Base werden sich einige Veränderungen ergeben:
    - Ausbau der Ausfahrt Zeppelinheim inkl. Rückbau des jetzigen Fuß- / Radweges entlang des Flughafenzauns
    - Neubau eines Fuß- / Radweges entlang der Ellis-Road (diese wird öfentlcihe Straße), die Brücke über die Autobahn soll wohl bestehen bleiben
    - Kleine Aussichtsplattform im Bereich der Brücke über die A5, die ist aber nicht Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens
    - Neubau eines Personentransportsystems ebenerdig parallel zur Ellies-Road auf dem Flughafengelände

Fotopunkt 3) Bedingt geeignet: Besucherplattform an der Startbahn West

Auf der Plattform kann man mit kurzen mit mittleren Teleobjektiven die auf der 18 startenden Flugzeuge ab Mittag sehr gut fotografieren, ebenso die auf dem südlichen Taxiway von der Airbase oder dem Terminal 2 und vom Regionalteil  kommenden Flugzeuge. Bei Ostwindlagen ermöglichen mittlere bis lange Teleobjektive Bilder der landenden Flugzeuge vom Vormittag bis in den Nachmittag hinein. Bei Westwind auf den Parallelbahnen startende Maschinen sind oftmals schon zu hoch für brauchbare Bilder, einige Widebodies können jedoch auf den Sensor gebannt werden, insbesondere die von der Südbahn startenden Frachtflieger sind noch sehr tief.

Anreise...

... mit eigenem Fahrzeug:
Über den Airportring bis zum kleinen Parkplatz kurz vor der Brücke der Startbahn 18 West. Wenige Meter über unbefestigten Weg zur Besucherplattform

... mit dem Bus:
Bus 5514 Flughafen Terminal 1 - Mörfelden-Waldorf (Umsteigemöglichkeiten zu S7 und zur Regionalbahn aus Mannheim/Worms) - Darmstadt bis zur Haltestelle "Flughafen, Tor 31", danach ca. 10min zur Fuß unter der Startbahn West hindurch zum Parkplatz der Besucherplattform. Im Rahmen des anstehenden Flughafenausbaus soll diese Bushaltestelle aber Richtung Osten verlegt werden.

Da die FRAPORT als Betreiberin des Flughafens einen zweiten Zaun parallel zum vorhandenen im Blickfeld der Zuschauer errichtet hat, kann man Richtung Startbahn West nur noch mit einer kleine Leiter oder stark eingeschränktem Blickwinkel Bilder ohne Zaun machen.. Hier wurde wohl im Gegensatz zu DUS, wo ein neuer Stabgitterzaun mit Y-Krone als Ersatz für den alten Maschendrahtzaun errichtet wurde, die billigere Variante gewählt. Die Bewertung des Fotopunktes wurde deshalb auf "Bedingt geeignet" zurückgestuft, da durch den Geländeverlauf dieser Zaun bezogen auf die Aussichtsplattform höher als der weiterhin bestehende ist.
Der neue Zaun und seine Auswirkungen (Auf das Bild klicken für eine größere Auflösung):

Die Folge: Am Wochenende bei schönem Wetter ist die Plattform wg. Überfüllung und zu vieler Leitern zu meiden

Infos zum Pfeifen an der 18 des Flughafen Frankfurt:
Jetzt bitte nicht lachen! Es handelt sich dabei im ein Windmessgerät AP1000 mit radio-akustischer Erweiterung der Firma Scintec - http://www.scintec.com - was auch immer das ist. Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung der Scintec vom 13.Juni.2003:
"Scintec offers a new line of radar wind profilers.
[...]
An AP1000 wind profiler with radio acoustic extension is being installed at Frankfurt Airport, Germany."

Fotopunkt 4) Wenig geeignet: Airportring parallel zu 18 West
Anfahrt wie Punkt 3

Bei Ostwind hat man die Gelegenheit, die landenden Flugzeuge abzubilden. Die Maschinen sind jedoch nur für einen kurzen Augenblick zu sehen.

Geschichte und Ausblick:
Schon Mitte der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts zeigte sich, dass der bestehende Flughafen am Rebstock im Norden der Stadt Frankfurt nicht genügend Erweiterungsmöglichkeiten bot und so beschloss der Frankfurter Magistrat 1930 nach mehrjährigen Voruntersuchungen die Errichtung eines neuen Flughafens im Frankfurter Stadtwald, der dann 08.Mai 1936 offiziell eröffnet werden konnte. Hier waren im Anschluss auch die Luftschiffe "Graf Zeppelin" und "Hindenburg" beheimatet. Schon früh im II. Weltkrieg starteten aber auch Bomber in Richtung Frankreich. Im März 1945 eroberten die US Amerikaner den Flughafen, die erste Zivilmaschine nach dem II. Weltkrieg landete dort am 18.Mai 1946. Im Rahmen der Berliner Luftbrücke wurde im April 1949 mit dem Bau der zweiten Start- und Landebahn begonnen, doch schon neun Jahre später wurde in einem Gutachten der Bau einer dritten Bahn empfohlen und in 1962 beschlossen, der erste Spatenstich für die "Startbahn West" erfolgte jedoch erst weitere 19 Jahre später in 1981 und führte zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Flughafengegnern und der Polizei. Zwischen dem ersten Gutachten und der Inbetriebnahme in 1984 vergingen insgesamt über 25 Jahre!

Doch nicht nur die Startbahnen mussten sich dem wachsendem Bedarf anpassen, auch die Abfertigungsgebäude wurde ständig erweitert und erneuert. Das 1958 eröffnete Terminal Ost war schon schnell zu klein, so dass zusammen mit der dritten Startbahn in 1962 der Bau des Terminal Mitte (heute Terminal 1) beschlossen wurde. Trotz der Verzögerungen wegen Umbauten für die Boeing 747 - deren Abmessungen sprengten noch stärker als heute die A380 die üblichen Maßstäbe - wurde zumindest das Abfertigungsgebäude mit integriertem Bahnhof in 1972 in Betrieb genommen. Seit 1982 ist der Flughafen direkt an das IC-Netz der Bundesbahn angeschlossen. Von 1990 bis 1994 dauerten die Bauarbeiten am Terminal 2 an Stelle des Terminal Ost, in 1999 wurde der Fernbahnhof in Betrieb genommen, die ICE-Neubaustrecke verbindet seit 2002 bei Fahrtzeiten von ca. 1h Köln mit dem Flughafen. Die Lufthansa stellte deshalb Ende 2007 die Flüge Köln/Bonn-Frankfurt ein und erweiterte stattdessen das Codeshare-Angebot mit der Bundesbahn einschl. Eincheckmöglichkeiten an einigen wenigen ausgewählten Bahnhöfen.

Neben der zivilen Nutzung wurde der Flughafen bis vor kurzem auch intensiv militärisch genutzt. In 1959 erfolgte die erste Verkleinerung der Air Base und nur noch der südliche Teil war von den US-Amerikanern belegt. Mit der Verkleinerung des Personals um 2/3 und der Verlegung der hier bisher stationierten Einheiten in 1995 wurde Raum für die Cargo City Süd geschaffen. Im dritten und letzen Schritt wurde in 1999 die vollständige Schließung und Übergabe der Air Base an die Fraport beschlossen und zum Dezember 2005 vollzogen. Heute sind so gut wie keine militärischen Flugbewegungen hier zu beobachten. Frankfurt wird jedoch hin- und wieder als Ausweichflughafen für Ramstein z.B. bei dichtem Nebel dort genutzt.

Zum Schluss noch ein Ausblick auf den geplanten Ausbau des Airports mit neuer Landebahn und dem neuen Terminals, welches anstelle der Air Base errichtet werden soll. Ich hoffe ,dass es auf dem Terminal 3 eine vernünftige Terrasse ohne Glas geben wird. Auf die politischen Dimensionen des Flughafenausbaus und die Interessenkonflikte zwischen dem wachsenden Luftverkehr und den ebenfalls beständig gewachsenen Orten im Umland möchte ich aber nicht weiter eingehen.

Kurz vor Weihnachten 2007 wurde der Planfeststellungsbeschluß mit der Erlaubnis zum Sofortvollzug unterschrieben, die Veröffentlichung erfolgte Anfang Januar 2008. Er ist noch nicht rechtskräfig. Eilverfahren wurden im Januar 2009 zu ungunsten der Ausbaukritiker beschieden. Mit der Eröffnung der neuen Nordwest-Landebahn wird im Jahr 2011 gerechnet. Sie ist zugelassen für Landungen von Flugzeugen bis einschl. Airbus A340-600, aber nicht für MD-11 (Anfluggeschwindigkeit zu hoch) oder Flugzeugen der Kategorie F (Airbus A380 und Boeing 747-8i). Es handelt sich um eine reine Landebahn. Zur gleichen Zeit soll der separat genehmigte erste Bauabschnitt des neuen Flugsteiges A0/ AWest am Terminal 1 eröffnet werden. Nach seiner Fertigstellung 2012 soll er bei einer Kapazität von gut sechs Millionen Passagieren pro Jahr sieben Großraumflugzeugen der Kategorie F bzw. elf kleineren Maschinen Platz bieten. Für 2020 erwartet die Fraport bei einer Kapazität von 120 Flugbewegungen pro Stunde (bei heutigem Flugzeugmix mit mehr kleinen Maschinen wäre die Kapazität der vier Bahnen etwas größer) ca. 90 Millionen Passagiere bei etwa 700.000 Flugbewegungen (2005: 52 Mio. bei 490.000 Bewegungen bei einem Koodinierungseckwert von ca. 82 Flugbewegungen pro Stunde).

Ein paar Informationen aus dem Bauzeitenplan, der sich über insgesamt zehn Jahre erstreckt:
    - Inbetriebnahme NW-Landebahn 24 Monate nach Baubeginn
    - Bau des Terminal 3 in mehreren Bauabschnitten zwischen dem zweiten und zehnten Baujahr, zugehörige Vorfeldflächen ab dem vierten Baujahr
    - Ab ca. Mitte zweites Baujahr Anpassung und Umbau der Anschlußstelle Zeppelinheim, Ellis Road, Vorfahrt Terminal 3 etc.
    - Innerhalb von 26 Monaten ab erstes Quartal des zweiten Baujahres Bau des separaten Personentransportsystems zum Terminal 3
    - Ab Mittes achtes Baujahr innerhalb von 16 Monaten Erweiterung der A5 einschl. Frankfurter Kreuz um einen Fahrstreifen

Während heute die zwei Parallelbahnen sowohl für Starts wie auch Landungen genutzt werden, ist nach dem Ausbau tagsüber folgende Vorzugsnutzung geplant:
Landungen auf der neuen NW-Landebahn und der Südbahn, Start auf der Nordbahn und der 18 West. Nachts darf die NW-Bahn nicht genutzt werden. Flugzeuge, die an den Terminal 1 und 2 abgefertigt werden, werden bevorzugt auf der NW-Bahn landen und auf der Nordbahn starten, Maschinen zum Terminal 3 sollen im Wesentlichen auf der Südbahn landen und auf der 18 starten. Abweichungen aus operativen Gründen sind dabei natürlich möglich (und aus meiner Sicht auch wahrscheinlich).
Des Weiteren wurde eine Ausweitung der Nachtflugbeschränkungen angeordnet. Auch gibt es z.B. neue Beschränkungen für Strahlflugzeuge, die nur knapp den Vorschriften nach Chapter III bei den Geräuschemissionen genügen. Dies betrifft z.B. viele MD-8x.