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Ryanair Holdings plc |
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Die irische Aktiengesellschaft Ryanai" wurde 1985 vom gleichnamigen Unternehmer Tony Ryan gegründet und bediente zunächst mit Turbopropflugzeugen Routen zwischen Irland und Großbritannien in Konkurrenz zur Aer Lingus und British Airways, die bisher das Monopol hierfür inne hatten. Schon von Beginn an wurde dabei eine sehr aggressive Preispolitik betrieben, auch wenn dabei zunächst kontinuierlich rote Zahlen geschrieben wurden. Mittlerweile gehört die Ryanair bezogen auf die Zahl der beförderten Passagiere zu den vier größten Fluggesellschaften Europas und will nach eigener Aussage bis 2012 die Nummer Eins werden. Mittlerweile besteht die Flotte nur noch aus einem einzigen Flugzeugtyp: Boeing 737-800. 2007 werden dabei schon die ersten 1999 neu übernommenen Maschinen wieder abgegeben. Im Internet sind dazu immer wieder Spekulationen zu lesen, dass insbesondere bei der Großbestellung Anfang 2002 so günstige Preise mit dem Hersteller vereinbart worden sind, dass auf dem Gebrauchtmarkt gleichwertige, wenn nicht sogar bessere Preise von der Ryanair beim Verkauf der Flugzeuge erzielt werden kann als man an Boeing für eine neue Maschine zahlen muss. Mit der Übernahme der Unternehmensleitung durch Michael O'Leary in 1993 änderte sich die Geschäftspolitik: Der oft hemdsärmelig auftretende Manager kopierte den Stil der US-Fluglinie Southwest und schaffte alle Annehmlichkeiten für die Passagiere ab. Getränke und Verpflegung gibt es nur gegen separate Bezahlung, in den neueren Maschinen entfallen die Sonnenschutzblenden an den Fenstern und die Lehnen der Sitze lassen sich nicht mehr verstellen. Auch werden die Sicherheitshinweise auf den Rückenlehnen aufgeklebt anstatt wie sonst in kleinen Ablagenetzen zu stecken. Die Passagiere werden nach Möglichkeit nicht mit Bussen vom Terminal zum Flugzeug gebracht, sondern dürfen unabhängig vom Wetter über das Vorfeld der oft abgelegen liegenden Tertiärflugplätze laufen. Selbst die Gebühren für die Nutzung von Rollstühlen stellte die Ryanair den behinderten Passagieren schon in Rechnung, deshalb ist es nur konsequent, da es de facto bei der Ryanair kein Freigepäck mehr gibt und schon für den ersten Koffer deutliche Zuschläge zu zahlen sind. Richtig teuier wird es, wenn man die bei vielen anderen Gesellschaften meist üblichen 20 kg ausschöpfen möchte.Während O'Leahry gegen Kerosinzuschläge andere Gesellschaften wettert, zeigt er eine Menge Phantasie bei der Einführung bisher unbekannter Zusatzgebühren, die schnell ein vielfaches des von der Stiftung Warentest im Sommer 2007 mit ca. 100 € ermittelten Durchschnittspreis für ein Flugticket übersteigen können, so dass ein Flug mit einer "normalen" Fluglinie durchaus nicht nur preiswerter, sondern auch billiger kommen könnte. Auch dürfen die Mitarbeiter z.B. ihre privaten Mobiltelefone nicht mehr am Arbeitsplatz aufladen. Die Einsparung soll hierbei über die gesamte Firma gerechnet ca. 27 britische Pfund betragen. Diverse weitere arbeitsrechtliche Probleme sind ebenfalls gerichtsbekannt. Nachdem die Europäische Union in 1997 den Flugverkehr innerhalb der Gemeinschaft liberalisierte, expandierte die Firme auch auf das Festland - angeflogen werden aber nur Ziele innerhalb der EU und dabei vornehmlich wie schon angeführt, oft abgelegene Tertiärflugplätze. Hierbei handelt es sich teilweise um aufgegeben Militärflugplätze wie der im Hunsrück gelegenen Hahn. Umsteigeverbindungen werden jedoch nicht angeboten, so dass der Passagier das Risiko für das Erreichen des separat gebuchten Anschlussfluges trägt. Dabei wurden diese oft unter dem Namen der nächsten größeren Stadt vermarktet, auch wenn dies teilweise weit über 100km vom Flugplatz entfernt ist, was zu häufigen Gerichtsterminen führte. Exemplarisch seine hier Urteile zu Hamburg ≠ Lübeck, Hahn ≠ Frankfurt (mittlerweile aber doch offiziell Frankfurt-Hahn - der Shuttlebus fährt planmäßig in 1 3/4 bis 2 Stunden von Frankfurt in den Hunsrück) oder auch Weeze ≠ Düsseldorf erwähnt. Auch die Versuche der vergleichenden Werbung bringen das Management mitunter in die Schlagzeilen, da die Vergleiche zwischen Äpfeln und Birnen sowie herabsetzende Äußerungen über die Wettbewerber schon mehrmals moniert wurden. Gleichzeitig untersucht die EU die Subventionspraxis sowie materielle Gegenleistungen für die Eröffnung von Flügen an den oft defizitären Plätzen. Der Flughafen Straßburg wurde nach einem Gerichtsurteil zur dortigen Subventionspraxis nicht mehr angeflogen und es wurde auf den Baden-Airport ausgewichen. In 2004 entschied die EU-Kommision, dass 3/4 der erhaltenen Subventionen am belgischen Flughafen Charleroi zu unrecht gezahlt wurden, die daraufhin angekündigten juristischen Schritte wurden von O'Leary aber bisher wohl noch nicht eingeleitet.. Nebenbei bemerkt: Eine Taxifahrt von dort nach Brüssel kostet gemäß Angabe des Flughafens ca. 90,00 Euro. Im Februar 2005 veröffentlichte die Stiftung Warentest die Ergebnisse einer Überprüfung von diverser "Billigfluglinien" (LCC) und von fünf ausgewählten "etablierten" Fluggesellschaften. Hierbei schnitt die Ryanair mit "Befriedigend" ab und hatte das schlechteste Ergebnis der noch aktiven LCC. Insbesondere die Geschäftsbedingungen, die natürlich auch schon Gegenstand von Gerichtsurteilen waren, und der Service zum Flug herum führten zu diesem schlechten Ergebnis. Ebenso ist die Praxis der Ryanair bei Nichtbeförderung oft Gegenstand von Gerichtsverhandlungen. Meist wird hierbei von den Richtern entsprechend den EU-Fluggastrechten zugunster der Passagiere entschieden. Als Gerichtsstand wird mittlerweile oft auch das für den Abflughafen zuständige Gericht anerkannt, so dass man nicht zwangsläufig in Irland seine Rechte einklagen muss. Firmensitz: Dublin, Irland
Stand: Juni 2005 / Ergänzungen Oktober 2007 |
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