Stelios Haji-Ioannou gründete am 18. Oktober 1995
die easyJet und nahm zunächst mit zwei von GB Airways geleasten Maschinen den Flugbetrieb
innerhalb Großbritanniens auf. Flugbuchungen waren zunächst nur telefonisch
möglich, Reisebüros erhielten nie Provisionen für die Vermittlung der
Flugtickets. Seit 1996 werden auch Ziel auf dem europäischen Festland
angeflogen und im 1998 wurde die Internetseite mit Buchungsmöglichkeiten
freigeschaltet. Heute werden über 98% der Flüge online gebucht, da telefonische
Bestellungen nur noch in den zwei Wochen vor dem geplanten Flugtag angenommen
werden. Seit 1997 hat easy auch die Linzens zum selbständigen Flugbetrieb,
vorher wurden die Flüge unter Lizenzen von Partnerairlines durchgeführt.
In den Folgejahren expandierte sie sowohl aus
eigenem Wachstum als auch durch die Übernahme andere Gesellschaften. In 1998
werden 40% der Schweizer Charterfluggesellschaft TEA Basel AG übernommen und
diese ein Jahr darauf in easyJet Switzerland umbenannt. Heute hält
die easy 49% der Anteile mit einer Option auf eine vollständige Übernahme.
Anekdote am Rande
hierzu:
Da 1998 die mittlerweile insolvente Swissair als einzige schweizerische
Gesellschaft die Linienflugrechte auf der Strecke Genf-Barcelona
innehatte, wird die easyJet Tours gegründet, welche als Charterunternehmen
fungiert und neben dem Flug auch den Bustransfer zur im Preis inkludierten
Zeltübernachtung etwa 60 Meilen außerhalb Barcelonas anbot. Die Zahl der
tatsächlichen Übernachtungen soll aber an einer Hand abzuzählen sein. In 2000
wurde diese Hilfskonstruktion aber durch ein bilaterales Abkommen zwischen der
Schweiz und der EU hinfällig. Das Zelt soll angeblich in der Firmenzentrale als
Erinnerung an diesen Vorgang an der Decke der Eingangshalle hängen.
2002 wurde die Go von der British Airways übernommen, doch die Verhandlungen zur Übernahme
der dba scheitern. Im Oktober 2007 gab man die Übernahme
der 1931 unter dem Namen Gibralta Airways gegründete GB Airways
zum 1.Februar.2008 vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden bekannt.
Damit würde sich der Kreis zu den Anfängen der easyJet wieder schließen. Deren Franchise-Abkommen mit der
BritishAirways soll vorfristig zum Ende
Winterflugplans 2007/08 beendet werden. Die Flugrouten der GB (Im Westentlichen
südl. Mittelmeer und Nordafrika einschl Kanaren ab Manchester, London-Gatwick
und -Heathrow) sollen dabei in das easyJet-Netzwerk integriert, die Slot in
Heathrow gehen aber an die BA, diese Flüge sollen weitgehend ab Gatwick
durchgeführt werden.
Für Aufsehen sorgte die Bestellung von 120 Airbus A319
im Jahr 2002. Vorher setzte die easy nur Boeing 737, will jetzt aber die Flotte
auf das moderne europäische Flugzeugmuster umstellen. Im Gegensatz zu den
anderen Maschinen dieses Typs haben die easy 319 erstmals zwei Notausgänge über jedem
Flügel, da die Maschinen enger bestuhlt sind und bis zu 160 statt 145 Passagiere
transportieren können. Später übernahmen auch andere Fluggeellschaften wie z.B.
die Germanwings diese Konfiguration. Durch den größeren Rumpfquerschnitt der kleinen Busse im
Vergleich zur Konkurrenz aus Chicago kann so der Passagierkomfort insbesondere
beim Boarden gesteigert werden. Da insbesondere der Mittelgang breitet ausgeführt
ist, sollen die Umschlagzeiten kleiner ausfallen.
Firmensitz: Luton, Großbritannien
IATA-/ ICAO-Code: U2 / EZY
Callsign: Easy